Virenschutz

Ja, es gibt seit Ende 2011 auch einen bestimmten Virenschutz auf dem Dellekom-Mailserver.

Mit dem neuen Mailserver hat die Dellekom auch einen automatischen Virenschutz installiert. Jede Stunde (!) aktualisiert der Mailserver eine lange Liste von Kennzeichnungen mit denen sich Viren verraten. Anhand dieser Liste wird jede einzelne Mail geprüft: Trifft ein Kennzeichen zu, wird die Mail gelöscht.

Trotz Filter haben Sie jedoch keine endgültige Sicherheit: Es können Schadprogramme „durchrutschen“, wenn sie ganz neu oder eine neue Variante eines eigentlich bekannten Virus sind. Im übrigen müssen Sie auch aufpassen, auf welche Links Sie in Mails oder in einem Browserfenster klicken! Klicken Sie niemals auf Teile einer Mail (Bilder oder Links) die Ihnen merkwürdig vorkommt – es könnte sich um einen Angriff handeln, – selbst wenn die Mail von einer renommierten Webseite zu kommen scheint oder gar von einem Bekannten!

Banken werden Sie niemals nach irgendwelchen Daten fragen. Korrekte Mailings anderer Dienstleister erkennen Sie meist daran, dass Ihr richtiger Namen verwendet wird und oder Ihre korrekte Kundennummer in der Mail vorkommt.

Auf Mac OS sind solche Angriffe bisher kaum bekannt, das kann sich jedoch ändern. Definitiv aufpassen müssen Sie mit einer Windowsversion die nicht aktuell ist, nicht aktuell gehalten wird oder wenn Sie kein Virenschutzprogramm installiert haben, das Sie stets aktuell halten.

Es ist in jedem Fall wichtig, einen Überblick über die möglichen Strategien zu behalten, die Schadpro­gramme im Moment nehmen können:

  1. Das altbekannte Virus: Er versucht, sich per Mail oder anders auf andere Rechner zu verbreiten und richtet dann Schaden an (löscht die Festplatte..). So gut wie ausgestorben.
  2. Eine besonders fiese Variante von 1: Der Virus verschlüsselt in aller Ruhe Ihre Festplatte und erpresst dann von Ihnen einen Geldbetrag, damit Sie von den Verbrechern einen Schlüssel zum Entschlüsseln erhalten. Selten, aber kommt vor. Abhilfe neben einem guten Virenschutz auch das Vorhandensein einer Datensicherung!
  3. Die häufigste Variante von 1: Nistet sich bei Ihnen ein und macht nichts anderes als Ihre Internetverbindung mit dem Versenden von SPAM zu missbrauchen. Recht häufig, ohne dass es der Eigentümer des Rechners ahnt.
  4. Eine Variante von 3, genannt „Botnet“: Nistet sich ein, macht erst mal nichts – sorgt aber dafür dass Kriminelle Ihren Rechner „entführen“, also fernsteuern können und damit alles mögliche anstellen:
  5. Über Ihren Rechner können koordinierte Angriffe auf Webseiten (DDoS) gefahren werden, vor allem wenn Ihr Rechner einer von Hunderttausenden ist, die entführt wurden.
  6. Ihr Rechner könnte als „Zwischenstation“ auf dem Weg des Einbruchs in andere Rechner missbraucht werden: Wenn z.B. chinesische Hacker mal wieder eine Firma ausforschen, machen sie das natürlich nicht von China aus, sondern missbrauchen einen Rechner eines Ahnungslosen. Es sieht dann zunächst so aus als ginge der Angriff von Ihnen aus. Auch keine angenehme Vorstellung.
  7. Manche Programme nisten sich in Ihrem Browser ein. Zum Beispiel die sogenannen „Toolbars“ haben im Prinzip Zugriff auf alles was Sie mit dem Browser anstellen. Auch wenn es gutartige Toolbars gibt, ich würde nie eine installieren. Dann ist vieles möglich:
  8. Falls Sie Onlinebanking machen, könnte bei einer schlecht gesicherten Bank Ihre TAN oder PIN ausgeforscht werden.
  9. Selbst wenn nicht, kann die Software Ihnen vorgaukeln, Sie hätten aus Versehen ein paar Tausend Euro unberechtigt auf Ihrem Konto. Dies geschieht, indem das „Virus“ die Internetseite der Bank auf Ihrem Rechner manipulieren, noch während sie zu Ihnen übertragen wird. Gleichzeitig bittet ein Fenster Sie das Geld zurückzuüberweisen. Wenn Sie das tun, überweisen Sie realen Geld zu einem Angreifer und die vorgebliche Überweisung auf Ihr Konto hat nie existiert.
  10. Von all dem gibt es Varianten…

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Andreas Delleske am 11. Oktober 2011, 20:13


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